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400. Jahre Schützenwesen Schmölln Die Schmöllner Schützen feiern den 400. Jahrestag der Ersterwähnung des organisierten Schützenwesens der Stadt. „Dem Ehrenwerten Ehrbaren Wohlweisen Herren Bürgermeistern und Rath der Stadt Schmöllen …“. So beginnt das Einladungsschreiben, dass die Stadt Schmölln im August 1614 von ihren sächsischen Nachbarn erhielt. Hierin wurden die „Schützen und Schießgesellen“ zu einem Wettschießen im September 1614 eingeladen. Genaugenommen handelte es sich um eine Gegeneinladung; es wurde eine Chance zur Revanche für ein früheres Schützenfest geboten. Das Schützenwesen der Ostthüringer Stadt ist demnach noch älter – allerdings ist das 400 Jahre alte Dokument das bislang älteste gefundene. In dem Schreiben war der Verlauf der Veranstaltung, die Schießregeln, Schiedsgericht, Unterkunft, Verpflegung, Kosten und Freizeitgestaltung akribisch niedergeschrieben. Immerhin handelt es sich um ein achtseitiges Schriftstück. „Heute ist man froh, wenn man die Ausschreibung rechtzeitig per E-Mail bekommt.“, scherzt Roland Rößler von der Neuen Schützengesellschaft Schmölln während seiner Festrede. Geschossen wurde damals übrigens mit zwölf Schuss auf eine Entfernung von 300 Ellen – etwa 170 Meter. Zudem fand noch ein Glücksschießen auf Spielkartenscheiben statt. Als Gewinn winkten ein schwerer silberner Becher und eine schöne Fahne. Anlässlich des 400. Jahrestages der Ersterwähnung veranstalteten die Schmöllner Schützen ebenfalls ein Preis- und Glücksschießen. „Natürlich mussten wir gewisse Dinge an die heutigen Gegebenheiten anpassen.“, so Rößler. Geschossen wurden so sechs Schuss mit der Pistole auf der 25 Meter Bahn und anschließend auf eine Glückscheibe. Neben der Bürgermeisterin der Stadt und der Landrätin nahmen eine Vielzahl weiterer Gäste und Schützen aus den Vereinen der Umgebung an dem Wettkampf teil. Ein weiteres Highlight des Festes war die Fotoausstellung in der Luftgewehrhalle. Neben sehr aktuellem Bildmaterial waren auch einige historische Schätze zu bewundern. Zudem gab es noch ein großes Salutschießen der Vereine, bei dem es auch Kanoniere und Böllerschützen ordentlich krachen ließen. Text und Foto: Erik Müller